Rosinenbomber

60 Jahre Berliner Luftbrücke  


In Anbetracht des Volksentscheids über die endgültige Schließung des Flughafens Berlin-Tempelhof sei jetzt 2008 nochmals an seine besten Zeiten vor 60 Jahren erinnert. Eigentlich hatten sich die alliierten Siegermächte damals darauf verständigt Berlin fortan gemeinsam zu verwalten, doch dann wurde plötzlich die Westmark (DM) in den Westsektoren zum alleinigen Zahlungsmittel erklärt. Daraufhin sahen die Sowjets ROT und unterbunden ab 24. Juni 1948 sämtliche Lieferungen in die "abtrünnigen Sektoren". Die Berliner Blockade begann.


Flugzeugtyp Douglas DC-3 in der US-Militärversion C47 "Skytrain", max. 300 km/h, Reichweite ca. 2000 km


Schnell waren Lebensmittel und Kohlevorräte aufgebraucht und Berlins Oberbürgermeister beschwor die Welt um Hilfe (). Da es die vereinbarten Überflugsrechte gestatteten, begann man für die knapp 2,2 Millionen eingeschlossenen Berliner sämtliche Versorgungsgüter einzufliegen. Kurz nach dem Krieg war der Aufbau so einer Luftbrücke sowohl eine technische als auch logistische Herausforderung. Zu Spitzenzeiten starteten und landeten die so genannten "Rosinenbomber" im Fünf-Minuten-Takt.


Hatten die Älteren beim Herannahen von Flugzeugen noch die Flucht zum Bunker im Kopf, bejubelten die Kinder jetzt die tollkühnen Piloten, die hin und wieder im Landeanflug kleine Süßigkeiten an aus Taschentüchern gebastelten Fallschirmen rauswarfen.

Das Brummen der Rosinenbomber entwickelte sich so zum Symbol für Freiheit. Nach 11 Monaten und etwa 200.000 Flügen (2 Mio. Tonnen) hoben die sowjetischen Besatzungsmächte ihre Blockade wieder auf. Heute ist der Rosinenbomber ein begehrtes historisches Fotomotiv, da er als Wahrzeichen für die friedliche Lösung von Konflikten steht.

Fotos vom Rosinenbomber
beim Red Bull Air Race am 27. Mai 2006
Bild&Ton aus Dokumentation zur Luftbrücke (VOX 21.6.2008)

Exlinks: zur Luftbrücke: Wiki, 60 Jahre, Candy Pilot: Wiki, jetzt 88, Flugzeug DC-3: Wiki, Der Rosinenbomber, Rundflüge, ...

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